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Ballonfahren - die Mutter jeglicher Fliegerei


Schauen wir in der heutigen Zeit hoch in den Himmel, dann sehen wir in fast aller Regel mindestens ein Flugobjekt, welches seine Kreise über uns zieht. Gemeint sind an dieser Stelle mit Nichten Vögel oder andere natürliche Lebewesen denen die Kunst des sich in der Luft fortzubewegen mit auf den Weg gegeben wurden ist. Nein, die Rede ist vielmehr von riesigen Passagierflugzeugen, kleineren Flugzeugen die meist zum Zwecke der Ausführung von Luftsport dienen, lärmenden Hubschraubern, aber auch von fliegenden Drachen, Paragleitern, Fallschirmspringern und natürlich von Heißluftballonen. Dies alles geschieht zur Freude von Flugenthusiasten, aber auf der anderen Seite auch zum Leidwesen von Umweltschützern und solchen Anwohnern, dessen Häuschen beispielsweise in der Einflugschneise eines großen Airport liegen und Tag ein, Tag aus, von ohrenbetäubenden Fluglärm belästigt werden. - Befindet man sich in einer solchen Situation, ist der Ärger über sämtliche Arten des Fliegens wohl nur allzu verständlich.
Aber fliegen muss nicht zwangsläufig laut sein und mit viel Lärm verbunden sein. So gingen die Anfangszeiten der Fliegerei, oder besser, bzw. eher zutreffender gesagt, sich in der Luft zu bewegen, äußerst ruhig, ja beinahe geräuschlos von statten. Schließlich ist der älteste Weg der Menschheitsgeschichte, jedenfalls nach alle dem was wir gesichert zu wissen gedenken, in die Luft aufzusteigen und es Vögeln gleich zu tun, das Ballonfahren. Und Ballonfahren ist so gut wie geräuschlos. Dies liegt daran, dass man beim Ballonfahren mit dem Wind fährt und so weder Fahrtwind, noch andere lärmende Geräusche zu vernehmen sind. Eine wirklich äußerst entspannende und ruhige Art des Fliegens.
Zu verdanken haben wir das Ballonfahren den beiden französischen Brüdern Montgolfier. Bereits im Jahre 1783 experimentierte das Brüderpaar Joseph Michel und Jaques Etienne mit heißer Luft, welche von einer umschließenden Hülle umgeben, dem was wir heute als den Ballon bezeichnen, und der Tatsache geschuldet, dass heiße Luft eine geringere Dichte hat als diese, welche den Ballon umgibt, zum aufsteigen befähigt. Bekannt ist dieses physische Phänomen als das „archimedische Prinzip“. Ließen die beiden Brüder den ersten Ballon, aus dem Schloßgarten von Versaille, noch unbemannt aufsteigen, waren es in der Folge eine Ente, ein Hammel sowie ein Hahn, die als die aller ersten Luftfahrtpioniere in die Geschichte eingehen sollten. Erst nachdem dieses Experiment erfolgreich beendet wurde und sich alle Tiere wieder heil auf dem Boden des Schloßgartens befanden, wagte man eine erste bemannte Ballonfahrt. Am 21. November 1783 waren es Jean-Francois Pilatres de Roizer sowie der Gardeoffizier Francois d`Arlandes, die als aller ersten Menschen mit einem Ballon gen Himmel aufstiegen. Bis heute geht Ballonfahren wie wir es kennen, auf dieses ersten Testflüge aus dem Jahr 1783 zurück.
Erst viel später wurden Flugzeuge, Hubschrauber und Co. erfunden, die uns heute allesamt wohl bekannt sind und welche uns nicht selten, durch den von ihnen erzeugten Lärm und Getöse, in unserer Ruhe stören. Da scheint es kaum vorstellbar, dass die Anfänge der Fliegerei, beinahe geräuschlos, in einem dahingleitenden Ballon, von statten gingen.

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