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Auf den Spuren S. A. Andrées


Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen die Menschen zusehdens sich für ihre Umgebung und die Welt in der sie leben zu interessieren. Daraus resultierte ein vorher eher weniger verbreitete Lust an Abenteuer und Expeditionen. Insbesondere die zu dieser Zeit noch nahezu unerforschten Gebiete am Ende der beiden Polkappen, im Norden und Süden unseres Planeten, hatten auf viele Forscher und Abenteuer eine mehr als anziehende Wirkung. Neben den finanziellen Mitteln, die nötig waren um eine Expedition zum Polarkreis überhaupt beschreiten zu können, war es insbesondere Mut, der den Abenteurern bei der Erkundung der neuen, eisigen Welt abverlangt wurde.
Bedenkt man, dass um dieses Zeitalter herum auch das Ballonfahren immer populärer wurde und stetig weiterentwicklet wurde, ist es auch kaum verwunderlich, dass drei schwedische Abenteurer auf die Idee zu einer Polarexpedition in einem Gasballon gekommen sind.
Als am 11. Juli 1897 der Expeditionsleiter  Salomon August Andrée, der Fotograf Nils Srtindberg sowie der Ingeneurwissenschaftler Knut Fraenkel aufbrachen den Nordpool, unter der zur Hilfenahme eines Ballons zu erreichen, waren die drei noch voller Hoffnung und glaubten fest an ein Gelingen des Vorhabens.
Plan war es, die Ballonfahrt vom schwedischen Svalbard, nicht weit von Gällivare entfernt, aus beginnen zu lassen und via des Nordpolarmeeres zur Beringstraße zu reisen von wo aus es dann, über den Nordpool hinweg weiter nach Russland, Kanada oder Alaska gehen sollte... soweit solltes es aber erst gar nicht kommen.
Bereits kurz nach dem Start am 11. Juli, verlor der Ballon nahezu alle Schleppleinen, welche nicht zuletzt durch ihr Gesamtgewicht von über 530 Kilo, eine wesentliche Funktion zukommen sollte. Da zum selben Zeitpunkt auch, wie geplant, rund 200 Killo Sand abgeworfen wurden, fehlte es an dem so wichtigen Gewicht, welches ein unkontrolliertes Aufsteigen des Ballons verhindern sollten.
Andrée vermerkte in seinem Logbuch:
„Die Luftreise war sehr unausgeglichen und so segelte der Ballon zeitweilig viel zu hoch und verlor den Wasserstoff schneller als es Nils Ekholm befürchtet hatte, oder er befand sich zu wiederholten Male nahe dem Eis und drohte aufzuschlagen.“
Als es dann noch starker Regen dazu führte, dass alles mitgeführte vollkommen nass wurde und entsprechend an Gewicht zulegte, war auch die letzte Kontrolle über den Gasballon verloren.
Insgesamt befanden sich die Abenteuerer knapp 66 Stunden auf einem Nonstopflug. Erst am 14. Juli wurde die Ballonfahrt ein erstes Mal gestoppt. Zwar erfolgte keineswegs eine sanfte, kontrollierte Landung, aber zur Überraschung aller waren sowohl alle Passagiere, als auch technischen Geräte die mitgeführt wurden, unversehrt.
Allerdings befanden sich die Forscher zu diesem Zeitpunkt erst auf 82 Crad 56` nördlicher Breite. Gut ein Drittel der eigentlichen Entfernung zum Polarkreis wurde also bis dahin zurückgelegt. Weiter sollte es auch nicht mehr gehen. Den Abenteuerern gelang es nicht mehr den Ballon auf ein neues aufsteigen zu lassen und so fand die Ballonfahrt an dieser Stelle ihr Ende. Weit entfernt von jeglicher Zivilisation, bei zweistelligen Minusgraden, besiegelte dies auch dann den Tod der drei mutigen Abenteuerer.
Aufgefunden wurden die drei jedoch erst 33 Jahre nach dem tragischen Unglück, rund 80 km von dem Punkt entfernt, an welchem das Ballonfahren und das Abenteuer den Nordpool zu erkunden, endete.
Bis heute ist diese Geschichte fest in den Köpfen all derjeniger, die nahe des Polarkreises dem Ballonfahren fröhnen, tief verankert und fungiert als mahnendes Beispiel dafür, wie unbarmherzig die Wildnis an der Kappe der Erde sein kann. 

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