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Das Unglück der Hindenburg


Die Geschichte der Luftfahrt, speziell die des Zeppelin, ist überschattet von dem Unglück des „LZ 129“, getauft auf den Namen des zweiten deutschen Reichskanzler der Weimarer Republik, Paul von Hindenburg. Dieses Ereignis erschütterte die Welt und sollte die Luftfahrt von Grund auf verändern.1_wiki-cc-license-hindenburg_picDie dramatischen Geschehnisse rund um die Hindenburg ereigneten sich auf den Tag genau am 06. Mai im Jahre 1937. Bei dem Anflug zur Landung im US-amerikanischen Lakehurst, brach im Heckteil des, für damalige Verhältnisse gigantisch wirkenden, Luftschiff ein Feuer aus, welches sich begünstigt durch die mit leicht entflammbaren Wasserstoff gefüllte Außenhülle des Zeppelin, rasend schnell ausbreitete. Als sich dann wenige Augenblicke später noch die mit Diesel gefüllten Antriebsmotoren des Luftgiganten entflammten war es geschehen um den Prestigeträchtigen Zeppelin. Von den insgesamt 97 Personen die sich an diesem Tage an Board aufhielten, fanden 36 Menschen bei dem flammenden Inferno, welches in die Geschichte eingehen sollte, den Tod.
Doch wie konnte es überhaupt zu einem solch tragischen Ereignis kommen? - Diese Frage interessierte natürlich auch die verantwortlichen Konstrukteure sowie den damaligen Reichsminister für Luftfahrt Hermann Göring. Schließlich war der Zeppelin für die Nazis mehr als ein Prestigeobjekt, mit welchem der Welt die Überlegenheit von Nazi-Deutschland vor die Augen geführt werden sollte.
In dem offiziellen Bericht zum genauen Unglückshergang wird vorsichtig davon ausgegangen, dass die Katastrophe ausgelöst wurde, durch eine elektrische Ladung, hervorgerufen durch das Abwerfen der feuchten Landetaue, mit welchem der Zeppelin am Boden gehalten werden sollte. Hier bleibt es jedoch bei einer Vermutung. Im Nachhinein konnte, wohl auch ob des Ausmaßes der Zerstörung, keine 100 prozentig gesicherte Ursache gefunden werden. Als Grundlage für die spätere Unglücksdiagnose mussten vor allen Dingen Fotos, Filmaufnahmen als auch Aussagen von Augenzeugen und den überlebenden Passagieren herhalten.

Letztendlich bedeutete das Unglück des Zeppelin Hindenburg das Ende der Verkehrsluftfahrt. Zwar war das Unglück nicht das erste seiner Art und bei weitem nicht das, gemessen an der Opferzahl, schwerste Unglück in der Geschichte der Luftschifffahrt, doch ob des großen Medienaufkommen und der umfangreichen Berichterstattung, brannte sich dieses tragische Ereignis bei den Menschen, mehr ein als alle jemals zuvor geschehenen Unglücksfahrten mit einem Luftschiff.
Schnell wurde der Zeppelin durch neue, moderne und leistungsfähigere Flugzeuge ersetzt und geriet als Luftvehikel nahezu in Vergessenheit, bis 60 Jahre nach dem Unglück von Lakehurst, ein Zeppelin einer neuen Generation die Lüfte für sich erobern sollte. Wichtigste Veränderung im Vergleich zu dem historischen Zeppelin Hindenburg ist, dass die Hülle des Zeppelins anstatt mit dem leicht entzündlichen Wasserstoff, mit nicht entflammbaren Helium gefüllt ist, so dass sich ein ähnliches Unglück wie im Jahre 1937 quasi ausschließen lassen.

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