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Ambivalente Gefahrenbetrachtung beim Luftsport


Immer öfters häufen sich in unserer Medienlandschaft Berichte darüber, dass es erneut zu einem Unfall bei einem Ausflug mit einem Fesselballon gekommen sei, dass ein Gleitschirmflieger vom Himmel gefallen ist oder dass sich der Fallschirm eines Fallschirmspringers oder Basejumpers nicht, oder nicht rechtzeitig geöffnet hat. Alles Schreckensmeldungen die Gehör finden, schließlich gilt es nach einem solchen Unglück stets Menschenleben zu betrauern die ihr Leben bei einer solchen, eigentlich vergnüglichen Freizeitgestalltung gelassen haben.

Überdurchschnittliche Gefahr oder trügerischer Schein?

Doch kommen Unfälle und Unglücke im Luftsport überdurchschnittlich häufig vor? Mit Blick auf die zahlreichen Meldungen die uns allen in Erinnerung sind und bleiben, scheint die Antwort mit einem klaren Ja zu beantworten. - Wer hoch hinaus will, der kann auch tief fallen; und ganz abgebrühte Menschen fügen noch altklug hinzu: das sei eben der Preis der zu zahlen sei und die Verunglückten seien es im Prinzip ja auch selber Schuld; gezwungen hat sie ja keiner dazu - ich selber bleibe mit meinen Füßen ja auch auf dem Boden...

So einfach ist es allerdings nicht. Vielmehr ist es statistisch so, dass Luftsport, ganz gleich welcher Art, keineswegs gefährlicher ist als andere Sportarten.
Das Problem bzw. die Tatsache, dass dieser statistischer Fakt außerhalb der Luftsport-Gemeinde nicht tief verwurzelte ist, trägt zu der von vielen propagierten angeblich besonders großen Gefahr, der man beim Betreiben von Luftsport ausgesetzt ist, maßgeblich bei. Dies wird gestützt von davon, dass, dass Meldungen über Unglücke beim Ballonfahren, Gleitschirmfliegen oder Fallschirmspringen, ob ihrer erschütternden Folgen und Außergewöhnlichkeit umgehend publiziert werden und weiter einem Jedem fest im Gedächtnis haften bleiben. Auch weil es, obwohl stets über einen solchen Unfall berichtet wird, immer noch eine eher exotische und somit auch überdurchschnittlich einprägsame Meldung bliebt. Andere Meldungen, die unter Umständen weniger spektakulär und ohnehin beinahe alltäglich sind, nicht mehr als zur Kenntnis genommen werden.

Mehr Gefahr als von Luftsport geht vom Straßenverkehr aus

Man denke hier nur an einen Autounfall, wovon sich auf deutschen Straßen tägliche zahlreiche tödliche ereignen und von den ganz schweren wird auch tagtäglich berichtet. Wir sind diese Meldungen aber gewohnt und in dieser Hinsicht wohl auch schon in gewisser Weise ordentlich abgestumpft. Und das ist auch eigentlich ganz gut so. Schließlich wäre die einzig nachvollziehbare Konsequenz auf das Auto, ja sogar auf die gesamte Teilnahme am Straßenverkehr zu verzichten um der Gefahr die nun mal unumgänglich vorhanden ist, aus dem Weg zu gehen.
Im Umkehrschluss, insbesondere wenn man hier auch noch die Tatsache mit beachtet, dass es deutlich mehr Autounfälle als Unfälle beim Ballonfahren, Segelfliegen oder Gleitschirmfliegen gibt, dass die Konsequenz auf den Freizeitspaß hoch oben in den Wolken zu verzichten vollkommen überzogen ist. Zumindest wenn der Auslöser tatsächlich eine just gelesener oder gesehener Schreckensmeldung eines Unglücks folgt und dafür ursächlich ist.

Blinder Verzicht ist schlicht die falsche Konsequenz

Daher lassen sie sich den Spaß und die Freude am Luftsport nicht verderben so sie die Faszination bereits an eigener Haut erlebt haben. Wenn noch nicht, bleiben sie neugierig und lassen sie sich nicht abschrecken, passieren kann immer und überall viel und wie bereits erwähnt, statistisch gesehen wäre ein Verzicht auf den Straßenverkehr vernünftiger und zweckdienlicher; aber wer will und wer macht das schon!? Letztlich ist das Leben viel zu kurz um auf all das zu verzichten wovon theoretisch Gefahr ausgehen kann.

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